Content-Marketing-Strategie: 6 Schritte für reichweitenstarke Inhalte

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​Content-Marketing-Strategie: 6 Schritte für reichweitenstarke Inhalte

​Jeder Unternehmer lebt von Reichweite. Denn je größer diese ist, desto mehr potenzielle Kunden kann er oder sie erreichen - und damit die eigenen Umsätze erhöhen.

Eine sehr gute Möglichkeit, die eigene Reichweite auszuweiten, ist die richtige Content-Marketing-Strategie. Damit sind generell alle Inhalte gemeint, die du anderen Menschen meist kostenlos zur Verfügung stellst (Content = Inhalt).

Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien geht es bei Content Marketing nicht direkt um die positive Darstellung der eigenen Person oder des persönlichen Leistungsangebotes, sondern um Inhalte mit informierender, beratender oder unterhaltender Funktion – und damit um eine eher indirekte Vermarktungstechnik.

Es gibt verschiedene Formate, mit denen du Content Marketing umsetzen kannst, zum Beispiel Blogartikel, Videos, Webinare, Podcasts, Grafiken oder Statistiken. Das Format, mit dem du Content Marketing betreibst, ist aber nicht so wichtig wie die passende Content-Marketing-Strategie.

Deswegen stelle ich dir in diesem Artikel 6 Schritte vor, mit denen auch du reichweitenstarkes Content Marketing betreiben kannst.

​Schritt 1: Finde eine Idee

​Für die meisten Menschen, die Content Marketing nutzen möchten, stellt sich am Anfang immer die gleiche Frage: „Woher bekomme ich Ideen für meine Inhalte?“ Dies ist ein wichtiger Punkt, der am Beginn deiner gesamten Planungsstrategie stehen sollte.

Die gute Nachricht ist: Du bist bei der Ideenfindung eigentlich nicht auf dich alleine gestellt. Es gibt einige sehr gute Ressourcen und Quellen, von denen du dich inspirieren lassen kannst:

  • ​Kommentare zu Beiträgen
  • soziale Netzwerke
  • thematisch verwandte Beiträge auf Foren, Webseiten und den Kanälen von Mitbewerbern
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    ​Umfragen
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    Webinare und Newsletter der eigenen Nische
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    thematisch passende Bücher
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    ​deine Kunden (gerade diese vergisst man oft als Inspiration für inhaltliche Impulse) 😉

​Basierend auf dieser Recherche bietet es sich an, dass du alle möglichen Ideen aufschreibst, um immer eine gewisse Menge an Content auf Vorrat zu haben.

​Schritt 2: Erstelle einen Veröffentlichungsplan

​Nach der Ideensammlung musst du entscheiden, welchen Content du wann und wo veröffentlichst. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, sich hierfür eine kleine Tabelle anzulegen, in der man den Beitragstitel, grobe Angaben zum jeweiligen Inhalt sowie das Datum und die Plattform der entsprechenden Veröffentlichung vermerkt.

Für die Meisten dürfte sicherlich an dieser Stelle die Frage relevant sein, wie oft sie Content veröffentlichen sollen. Allerdings ist hierbei nicht die Häufigkeit, sondern die Regelmäßigkeit entscheidend. Daher solltest du dich für einen Turnus entscheiden, den du realistischerweise umsetzen kann - und dann auch dabei bleiben.

In der Praxis hat es sich bewährt, anhand der angelegten Tabelle alle Veröffentlichungen für mindestens einen kompletten Monat im Voraus zu planen und sich an diesen Plan zu halten. Die vorher generierten Ideen solltest du dann auf die verschiedenen Veröffentlichungsdaten verteilen. Ein solcher Plan macht dein Content Marketing wesentlich einfacher und effektiver.

​Schritt 3: Finde dein Format

​Direkt zu Beginn: Das genaue Medienformat ist bei Content Marketing weniger wichtig. Viel wichtiger ist der konkrete Inhalt, weil deine Content-Marketing-Strategie nur gelingen kann, wenn der Inhalt stimmt. Trotzdem gibt es natürlich vielfältige Möglichkeiten, Inhalte über verschiedene Formate zu kommunizieren.

Die Entscheidung für ein Format oder die Kombination verschiedener Formate hängt vom jeweiligen Kanal, von der eigenen Zielgruppe sowie den persönlichen Vorlieben und deinen Umsetzungsmöglichkeiten ab. Beliebte Medienformate sind Artikel, Videos, Grafiken oder Fotos. Hierbei ist keines besser oder schlechter als das andere.

Auch hinsichtlich des inhaltlichen Formates hast du zahlreiche Optionen: Checklisten, Aufzählungen, Erfolgsgeschichten, Antworten auf häufige Fragen, Tipps, Strategien, Studien, Lösungsvorschläge, Interviews, eigene Erlebnisse oder Zitate sind nur einige der Inhaltsformen, die du umsetzen kannst.

Um deiner Zielgruppe Abwechslung zu bieten, ​solltest du sowohl hinsichtlich des Medien- als auch des Inhaltsformates unterschiedliche Ansätze auswählen und veröffentlichen. Diese solltest du dann auch in der Planungstabelle notieren.

​Schritt 4: Bereite deinen Content auf

​Bei den vorherigen drei Schritten ging es eher um die theoretische Planung deiner Content-Marketing-Strategie. Ab dem vierten Schritt steht die praktische Anwendung der im Vorfeld getätigten Planungen an.

Die inhaltliche Aufbereitung von Beiträgen ist ein nicht zu unterschätzender Punkt, denn Content Marketing kann nur dann gelingen, wenn es von deinen Adressaten verstanden wird.

Natürlich kann ich dir an dieser Stelle keine exakte Anleitung zur umfassenden Erstellung von Content geben, da kein Inhalt wie der andere ist. Trotzdem gibt es einige Regeln, die generell für alle Arten von Beiträgen gelten – unabhängig davon, in welchem Format du sie veröffentlichst:

  • ​Sofort am Anfang solltest du erklären, worum es in dem jeweiligen Beitrag geht. Dies ist wichtig, damit dein Adressat erkennt, ob der Content für ihn relevant ist und welchen Nutzen er für sich daraus ziehen kann.
  • Kerninhalte solltest du immer hervorheben. In mündlich präsentierten Inhalten wie Videos ist dies über Mimik, Gestik oder Artikulation möglich, in schriftlichem Content wie Artikeln über Schriftart, Farbe oder Formatierung.
  • Content solltest du immer zielgerichtet erstellen. Das bedeutet: Wichtig ist das, was für deine Zielgruppe wichtig ist – und nicht das, was für dich selbst wichtig ist (wobei dies natürlich in großen Teilen deckungsgleich sein kann).
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    Den Kerngedanken deines Beitrages solltest du mehrfach und wiederholt wiedergeben, denn Kommunikation gelingt nicht immer sofort. Eine Nennung jeweils in der Einleitung, im Hauptteil und zum Abschluss mit unterschiedlicher Formulierung bietet sich an.
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    Zur Veranschaulichung von komplexen Sachverhalten solltest du Beispiele und Metaphern verwenden. Dies macht gerade komplizierte Inhalte besser vorstellbar.
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    Allgemeine Standardaussagen solltest du vermeiden. Besser sind spezifische Angaben für den jeweiligen Sachverhalt und die eigene Zielgruppe.
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    ​Auflistungen (wie diese hier) sind eine gute Möglichkeit, Inhalte besser und schneller lesbar zu machen. Zudem können sie die wesentliche Botschaft eines Beitrages in wenigen Worten transportieren.
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    ​Ein Fazit sollte bei keinem Beitrag fehlen. Hierbei besteht die Möglichkeit, eine Schlussfolgerung zu ziehen, die eigene Meinung darzulegen, deiner Zielgruppe die nächsten Schritte zu verdeutlichen oder sie zur Interaktion aufzufordern.

​Schritt 5: Veröffentliche deinen Content

​Nach der Erstellung deines Content folgen logischerweise dessen Veröffentlichung und Verbreitung. Dazu stehen dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Soziale Netzwerke eignen sich sehr gut, um ein breites Publikum – im Besonderen deine Zielgruppe – zu erreichen. Zudem löst die Social Media-Veröffentlichung zwei weitere Herausforderungen:

Du ziehst durch den Content Besucherinnen und Besucher auf deine Internetpräsenzen und füllst deine Social Media-Kanäle mit Inhalten.

Auch die Bewerbung über den eigenen Newsletter ist möglich, sofern du einen solchen verschickst. Er kann vor allem die Menschen abholen, die nicht auf sozialen Netzwerken aktiv sind, und trotzdem gleichzeitig eine Bindung zu den eigenen Abonnenten aufbauen.

Desweiteren besteht die Möglichkeit, den Link zum eigenen Content als Antwort auf einen Kommentar unter einem anderen Beitrag zu posten. Dazu eignen sich nicht nur die sozialen Netzwerke sehr gut, sondern auch andere Seiten und Foren, die inhaltlich mit deinem Tätigkeitsfeld zusammenhängen.

Weiterhin ist eine Kooperation mit thematisch verwandten Kanälen möglich, denn letztendlich sind diese ebenfalls immer auf der Suche nach wertvollen Inhalten. Wenn du deinen Content auf externen Seiten mit Angabe der Urheberschaft, Quelle und einem Link zu deinen Seiten veröffentlichen lässt, hat das zwei wesentliche Vorteile: Du erreichst mehr Menschen und deine Seiten werden in Suchmaschinen möglicherweise höher angezeigt.

Prinzipiell hast du unendlich viele Möglichkeiten, die eigenen Inhalte zu veröffentlichen. Manchmal erfordert es einfach nur ein bisschen Kreativität und Vorstellungskraft. 🙂

​Schritt 6: Automatisiere dein Content Marketing

​Bei allen Vorteilen, die Content Marketing hat, ist ein wesentlicher Faktor natürlich nicht zu vernachlässigen: die Zeit. Wenn du gutes und konsistentes Marketing über inhaltlich wertvolle Beiträge betreiben möchtest, erfordert dies gewisse zeitliche Ressourcen, die möglicherweise nicht jeder hat. Daher besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, Content Marketing an Freelancer oder Agenturen auszulagern.

Zumindest am Anfang solltest du aber darauf achten, den oben geschilderten Prozess zumindest einmal selber umgesetzt zu haben. So entwickelst du ein Gefühl für deine Zielgruppe und ein Gespür, was bei dieser ankommt oder nicht – wichtige Erkenntnisse, die du externen Dienstleistern im Briefing mitteilen solltest.

​Fazit für deine Content-Marketing-Strategie

​Content Marketing kann für alle Menschen, die Produkte und / oder Dienstleistungen verkaufen, eine gute Möglichkeit sein, die eigene Zielgruppe zu erreichen – völlig unabhängig davon, in welchem Markt du aktiv bist.

Gerade in erklärungsbedürftigen oder sensiblen Bereichen kann die eigene Content-Marketing-Strategie dazu beitragen, Menschen das eigene Thema näher zu bringen und möglicherweise vorhandene Unsicherheiten oder Glaubenssätze zu überwinden.

Damit dies gelingt, solltest du Content Marketing allerdings mit einer gewissen Regelmäßigkeit betreiben.

Ob dieser zeitliche und personelle Aufwand sich lohnt, musst du natürlich für dich selbst entscheiden. Wenn deine Entscheidung dafür aber positiv ausfällt, kann dies deine Reichweite und Positionierung deutlich erhöhen.

Was ist deine Content-Marketing-Strategie? Nutzt du Content Marketing? Und wenn ja, wie und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Schreibe es mir gerne in die Kommentare...

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