Erfolgreich texten: 2 Geheimnisse eines Top-Copywriters, um Schreibblockaden zu vermeiden

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​Erfolgreich texten: 2 Geheimnisse eines Top-Copywriters, um Schreibblockaden zu vermeiden

​Jeder von uns kennt diese Situation: Man muss einen Text schreiben, die Abgabe naht, aber die Ideen und Worte wollen einfach nicht fließen. Gerade jemanden, der mit seinen Texten Geld verdient, kann das schon einmal in einen Anflug von Panik versetzen.

Schreibblockaden sind so ziemlich das Schlimmste, was Copywriter und Texter erleben wollen. Und auch bei dir ruft das Wort „Schreibblockade" wahrscheinlich direkt Bilder von einem verzweifelten Schreiberling hervor, der - den Kopf in die Hände gestützt - an einem mit Papierstapeln überhäuften Schreibtisch sitzt und wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf ​seinen Bildschirm starrt.

Aber keine Sorge… Das ist nur der Worst Case. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man solche Situationen vermeiden und erfolgreich texten kann, indem man einfach ein paar kleine Geheimnisse anwendet.

Auch Eugene Schwartz, einer der besten Copywriter aller Zeiten, hatte da so seine “Tricks”. Er selbst hat, wenn die Überlieferungen stimmen, nur drei Stunden am Tag investiert, um bessere Werbetexte zu schreiben und zu einem absoluten Meister seines Fachs zu werden.

Ja, du hast richtig gelesen… Nur drei Stunden. Aber diese drei Stunden hat er effizient genutzt, um viele Bücher, tausende Werbetexte und zahlreiche Veröffentlichungen zu schreiben. Was genau hat er gemacht?

​Die Methode, mit der Eugene Schwartz erfolgreich texten konnte

​Eine kleine “Warnung” vorweg: Das Erfolgsgeheimnis von Eugene Schwartz war etwas, von dem du gleich vielleicht sagen wirst “Das ist doch total banal". Das sagen (oder denken) wir ja tatsächlich hin und wieder, wenn uns jemand einen Tipp gibt, der fast schon zu simpel scheint.

Die Folge: Wir wenden den Ratschlag nicht an und setzen dieses Wissen oft nicht um. Vielleicht ​wäre aber genau das der Tipp, der dir dabei hilft, erfolgreich texten zu können.

Bevor wir uns anschauen, wie Schwartz vorgegangen ist, möchte ich noch ​einmal betonen: Er war ein Meister seines Fachs und nicht umsonst einer der besten Marketer und Copywriter weltweit (und ist auch eines meiner Vorbilder). Was aber hat ihn so erfolgreich gemacht?

​Erfolgsgeheimnis #1: Eugene Schwartz bereitete sich auf jeden Auftrag genau vor. 

​Schwartz arbeitete unablässig an der permanenten Optimierung seiner Copywriting-Fähigkeiten und war dank akribischer Recherche für jeden Auftrag bestens vorbereitet. Seine Vorbereitung war sogar so gut, dass er gesagt haben soll, nach Fertigstellung eines Auftrags ​wahrscheinlich mehr über das Produkt zu wissen als die Person, die es letztendlich erstellt und dann anhand seiner Werbetexte verkauft hat.

Dieses Wissen kam natürlich nicht von ungefähr. Schwarz las all die Informationen, die er über das jeweilige Produkt bekommen konnte, las sie erneut, und las sie noch einmal. Dann machte er sich systematische Notizen zu den einzelnen Vorteilen des Produkts, die der Verkäufer aufgelistet hatte. Dadurch hatte er anschließend genug Material für die anstehenden Schreibarbeiten.

Fazit: Um erfolgreich texten zu können, muss man genau wissen, worüber man überhaupt schreiben soll.

Einblicke in die Praxis:

​​Deswegen mache ich persönlich es zum Beispiel so, dass ich meinen Kunden vor dem Auftrag eine Checkliste mit Fragen stelle, die sie mir beantworten. Denn so bekomme ich genau die Informationen, die ich für meine Werbe- und Verkaufstexte brauche. Ich sage selbst immer: "Ich muss das Produkt fühlen."

​Erfolgsgeheimnis #2: Eugene Schwartz führte ein bestimmtes Ritual aus.

​Und dieses Ritual mag im ersten Moment etwas lustig klingen. Aber immerhin hat es dafür gesorgt, dass er laut eigenen Aussagen nie eine Schreibblockade hatte - und einer der weltweiten Top-Werbetexter wurde.

Schwartz stellte nämlich eine Eieruhr auf 33,33 Minuten ein und drückte auf Start (heute würden wir dies wahrscheinlich mit einem Smartphone tun, aber die gab es damals noch nicht). Danach galten für ihn sechs einfache Regeln, die er selbst für sich aufgestellt hatte:

  • 1
    Er durfte Kaffee trinken.
  • 2
    Er durfte ​vor sich hinstarren.
  • 3
    Er durfte einfach dort sitzen und 33,33 Minuten nichts tun.
  • 4
    Er durfte schreiben.
  • 5
    Er durfte nicht weggehen.
  • 6
    ​Er durfte nichts anderes tun als die 5 oben genannten Punkte.

​Und das war's auch schon. Er saß einfach vor dem Dokument mit den Ergebnissen seiner Recherche und einem groben Entwurf. Meistens saß er ein paar Minuten auf seinem Schreibtischstuhl, dann wurde ihm langweilig… und dann fing er langsam an zu tippen.

Genau das ist der entscheidende Punkt: Er fing irgendwann fast schon automatisch mit dem Schreiben an. Und wenn er einmal damit angefangen hatte, fiel es ihm schwer, wieder damit aufzuhören.

Fazit: Um erfolgreich texten zu können, ist es wichtig, irgendwie irgendeinen Anfang zu finden - und zwar erstmal egal welchen.

​Einblicke in die Praxis:

​​Bei mir selbst ist das ein wenig anders. Da ich ein extrem strukturierter Mensch bin (aber trotzdem kreativ), ​beginne ich - entgegen aller "Regeln" - auch mit dem Anfang ​eines Textes und arbeite mich dann langsam hindurch und hinunter. Das ist aber Typsache und muss jeder Texter selbst für sich entscheiden. Für mich funktioniert dieses Vorgehen ​auf jeden Fall seit Jahren extrem gut.

​Zusammenfassung

​Auch wenn es komisch klingen mag, aber eines steht fest: Eugene Schwartz war mit seiner eigentlich einfachen Strategie immer ​wieder sehr erfolgreich. Und vielleicht probierst auch du seine beiden Erfolgsgeheimnisse einmal aus, wenn du erfolgreich texten möchtest.

Bereite dich gut vor. Schreibe einfach drauf los.
Ich wünsche dir viel Erfolg (und natürlich auch viel Spaß) dabei!

Wenn du noch weitere Vorschläge und Anregungen hast, um die eigenen Texterfähigkeiten zu verbessern und Blockaden zu überwinden, dann schreibe es mir gerne in die Kommentare...

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