Verkaufsstarke Werbetexte schreiben

Verkaufsstarke Werbetexte schreiben

Verkaufsstarke Werbetexte schreiben

7 Elemente, auf die du nicht verzichten darfst

Du möchtest Werbetexte schreiben, doch der Gedanke daran verleiht dir ein flaues Gefühl im Magen? Du weißt nicht, womit du am besten beginnst, schiebst das Schreiben auf, schwankst zwischen schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen. Der Bildschirm bleibt weiß, die Deadline rückt näher.

Eine frustrierende Situation, die ich aus meiner eigenen Anfangszeit gut kenne. Dies ändern wir heute!

Passend dazu habe ich dir eine Anleitung geschrieben, in der wir zusammen

  • die Struktur eines verkaufsstarken Werbetextes besprechen.
  • Marketingwerkzeuge analysieren und anwenden.
  • Praxisbeispiele anschauen und verstehen, weshalb sie so wirkungsvoll sind.

Dieser Artikel dient als Hilfe, Werbetexte schreiben zu lernen, damit du die ersten Schreibhürden, die gerade am Anfang völlig normal sind, schnell überwindest.

Werbetexte schreiben: Dein persönlicher Schreibprozess

Damit du den Schreibprozess genießt, hilft dir ein klarer Ablauf, an dem du dich orientieren kannst. Ein erfolgreicher Schreibprozess könnte folgendermaßen aussehen:

Suche dir Inspiration - Ein erfolgreicher Werbetext beginnt mit dir: Lass dich von der Welt inspirieren. Lies verschiedene Medien, Newsletter und folge Unternehmen, deren Marketing dich inspiriert. Klicke auf die Facebook-Werbung und schaue dir den Aufbau der Verkaufsseite an. Notiere dir Headlines, die du spannend findest. Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl für erfolgversprechende Formulierungen, Strukturen und Mittel.

Erstelle eine Mindmap - Stelle sicher, dass du das Thema, über das du in deinem Werbetext schreibst, richtig durchdringst. Erstelle eine Mindmap, in der du das Thema übersichtlich festhältst, damit du diese beim Schreiben griffbereit hältst.

Sei (idealerweise) überzeugt von dem Produkt, das du bewirbst - Dein Enthusiasmus (oder deine Abneigung) tragen erheblich zur Wirksamkeit deines Werbetextes bei. Deine Zielgruppe spürt deine Einstellung unterschwellig so, wie psychologische Trigger in ihm wirken.

Schreibe einen ersten Entwurf - Überwinde die erste Hürde vor dem Schreibanfang und beginne mit einem ersten Entwurf. Lasse den Qualitätsanspruch hier außen vor, damit all deine Gedanken und Ideen unbeschwert auf dein Papier oder deinen Bildschirm finden. 

Lege eine längere Pause ein - Mache eine längere Pause, nachdem der erste Entwurf bereit liegt. Beschäftige dich mit etwas anderem oder schlafe eine Nacht darüber, damit du mit einem frischen, kritischen Blick zum nächsten Schritt übergehst, und zwar...

An deinem Text feilen - Um einen verkaufsstarken Werbetext zu schreiben, ist nun der Zeitpunkt, den Qualitätsanspruch zu erheben und einen „Feinschliff” vorzunehmen.

Überprüfe, ob deine Argumentation schlüssig, dein Satzbau prägnant und die Werbebotschaft klar übermittelt ist. Worauf du hierbei achten solltest, erkläre ich dir weiter unten. An diesem Punkt im Prozess darfst du gerne kritisch sein, bevor du deinen Werbetext präsentierst oder veröffentlichst.

Gute Werbetexte benötigen Zeit. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn du etwas Zeit dafür einplanst. So darfst du den Druck von dir ablassen, innerhalb kürzester Zeit den perfekten Werbetext zu schreiben. 

Damit du nun beginnen kannst, deinen Werbetext zu schreiben, möchte ich dir erklären, welche wichtigen Komponenten dieser im Wesentlichen enthalten sollte.

Das Grundgerüst jedes (guten) Werbetextes

Unabhängig davon, welche Art von Werbetext du schreibst, kristallisiert sich aus allen erfolgreichen Verkaufstexten eine Grundstruktur heraus.

Diese wird bei einer Verkaufsseite für ein hochpreisiges Produkt länger ausfallen als bei einer Verkaufsmail, die Komponenten bleiben dennoch dieselben: 

  • Kunde emotional abholen - Die tiefgehenden Bedürfnisse, Wünsche und Probleme deines Kunden verstehen und ansprechen.
  • Angebot präsentieren - Mit der Lösung des Problems werben.
  • Autorität und Vertrauen aufbauen - Dem Kunden die Sicherheit geben, dass du Experte auf deinem Gebiet bist. 
  • Beweise für die Wirksamkeit deiner Lösung nennen - Die Garantie, dass er mit deiner Hilfe wahrhaftig sein Problem lösen wird.
  • Verknappung anwenden - Limitation des Angebots oder des Preises in verschiedenen Konstellationen, um Kauf- oder Handlungsdruck zu erzeugen.
  • Handlungsaufforderung platzieren - Die Aufforderung zu der gewünschten Handlung, die dein Kunde ausführen soll.

Ich verstehe, dass diese Struktur noch sehr vage ist. Nun bist du womöglich unsicher und fragst dich, wie du diese textlich umsetzt. Keine Sorge, wir besprechen nun Stück für Stück die wichtigsten Komponenten, damit du dir den Aufbau und dessen Inhalt konkreter vorstellen kannst.

1. Ergreifende Headlines, die zum Lesen anregen

Die BILD-Zeitung ist für ihre provokanten Schlagzeilen bekannt und brilliert darin - was aber nicht bedeutet, dass ich dieser Zeitung viel abgewinnen kann. 😉

Um die Wichtigkeit deiner Headlines und Subheadlines für deinen Werbetext zu verstehen, möchte ich dir ein prägnantes Beispiel zeigen.

Du möchtest einen erfolgreichen Werbetext schreiben? Dafür sind deine Headline, dein Titel oder E-Mail-Betreff deine Schlüsselelemente. Deine Überschrift ist sozusagen dein Werbetext für deinen Werbetext.

Eine Schlagzeile der BILD-Zeitung lautete: 

„Meine 5 Stunden beim Corona-Test!

So läuft das mit dem Viren-Check."

Weshalb ist diese Headline so wirkungsvoll? Weil der/die Journalist/in dahinter 

  1. die Emotionen seiner/ihrer Zielgruppe genauestens versteht und „schürt”. Diese sind sehr viel Angst, sowie Ungewissheit in Anbetracht der Corona-Krise.
  2. auf die Wünsche seiner/ihrer Zielgruppe eingeht: 
    • Drama durch Übertreibung („5 Stunden” und generell das Thema).
    • Besänftigung („So läuft das mit dem Viren-Check”).
    • Sicherheit: Die Gewissheit eines vorhandenen Tests („Corona-Test”) und eines Erfahrungsberichtes.
  3. Neugierde weckt und zum Lesen anregt, denn man möchte als Leser wissen, wie ein Corona-Test verläuft.
  4. eine einfache Alltagssprache verwendet.

Erfolgreiche Überschriften formulieren

Dies ist schön und gut, doch wie kannst du in der Praxis starke Überschriften formulieren? 

In erfolgreichen Überschriften ist das Verkaufs- oder Nutzenversprechen sofort ersichtlich, z.B. „Der schnellste Lieferdienst in ganz Deutschland.”

Benutze spezifische Zahlen, z.B. „5 Tipps, mit denen auch du einen Käsekuchen in unter 30 Minuten backst.”

Nutze starke Adjektive, z.B. „lockende Verkaufstexte, die sekundenschnell verkaufen!”

Wecke starke Bilder im Kopf deines Kunden, z.B. „Aus diesem Grund machte er nach 10 Jahren Ehe einfach Schluss.”

Appelliere direkt an den aktuellen Gefühlszustand deines Kunden, z.B. „War es schon wieder der Falsche?”

Füttere Neugierde und rege zum Lesen an, z.B. „Davor müssen wir unsere Kinder schützen!” 

Nutze ebenfalls Kontroversen, um Neugierde und Aufmerksamkeit zu erzeugen: „Dieser ärgerliche Fehler machte mich reich!”

Bestätige die tiefsten Sehnsüchte und gib deiner Zielgruppe das Gefühl, dass du sie verstehst: „Mit diesen 4 Tricks passt du noch vor Weihnachten in dein Festtagskleid.”

Nutze erprobte und aufmerksamkeitserregende Begriffe:

  • sofort, leicht, schnell, kostenlos, mühelos, faszinierend, einfach.

  • Gründe, Beweise, Geheimnisse, Tricks, Tipps, Strategien, Techniken, Prinzipien, Methoden, Wege.

  • Achtung, aufgepasst, geschenkt, enthüllt.

Starte Überschriften mit den 4 W’s:

  • Was?
  • Wie?
  • Warum?
  • Wann?

Nutze eine direkte Ansprache mit „Du” oder „Sie”, um eine persönliche Verbindung mit deinem Leser zu erzeugen.

Spezifiziere bereits in der Überschrift, weshalb die Dienstleistung/das Produkt so wertvoll sind: „Der gesündeste Döner der Stadt!”

Nenne in deiner Headline bereits deine Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal): „Dein Erfolgscoaching mit Herz.”

Vergiss nicht: Mit deiner Headline steht und fällt dein Werbetext. Lasse dir demnach genug Zeit, diese zielgruppengerecht zu formulieren.

Um zur nächsten Phase unseres Projektes „Werbetexte schreiben” überzugehen, lies jetzt weiter.

Deinen Kunden emotional abholen

In der Anfangsphase deines Werbetextes geht es darum, deine Zielgruppe emotional abzuholen. Du möchtest, dass sie denkt: „Dieser Mensch versteht genau, was ich brauche, dieser Text ist ja wie für mich geschrieben! Ja, dieser Person vertraue ich!”

Nachdem du dies bereits in der Überschrift angewandt hast, möchten wir nun, dass dein Kunde weiterliest. Deine Kunden möchten nämlich das sichere Gefühl erhalten, dass du ganz genau verstehst, welche ihre Bedürfnisse sind. 

Aus diesem Grund ist es wenig ratsam, dein Angebot oder Produkt mit seinen Eigenschaften vorzustellen, sondern die Produktmerkmale in den Kundennutzen zu übersetzen.

Beispiel für eine wirkungsvolle Einleitung

Stelle dir vor, möchtest eine Couch verkaufen. Verkaufst du mit Produktmerkmalen, sähe dein Text (überspitzt) folgendermaßen aus:

Schwache Einleitung

„Stabile Couch mit Schnellbauschrauben

Diese Couch zeichnet sich durch ihre smarte Schraubenwahl aus.

Weiterhin besteht der Überzug aus 50% Viskose und 50% Polyester."

Kaufst du? Ich auch nicht.

Deine Kunden interessieren die Schraubenart, sowie die Zusammenstellung des Überzugs in erster Linie relativ wenig. Möchtest du einen guten Werbetext schreiben, solltest du an die wahren Wünsche deiner Kunden appellieren, damit der „Wie für mich geschrieben”-Effekt eintritt.

Diese könnten (als Beispiel) sein: 

  • Eine große, gemütliche Couch, in der er nach einem langen Tag versinken möchte.
  • Die eine Couch, auf der er gelöst einen Cappuccino trinkt.
  • Eine Couch, auf der er glücklich mit seiner Familie Serien schaut und Snacks isst.
  • Die Couch, auf der er seinen Kindern beim Mittagsschlaf zusehen kann.

Wie du diese geheimen Wünsche deines Kunden ermittelst, zeige ich dir im folgenden Blogartikel unter Übung 2.

Eine verkaufsstarke Einleitung deines Verkaufstextes könnte demnach so aussehen:

Starke Einleitung

Endlich wieder Zeit für mich!

Sie wollen Ihren nächsten Cappuccino auf Ihrer warmen Couch genießen,

während sie dem Prasseln des Regens zuhören?"

Möchtest du nun auf deine Couch? Ich auch.

Marketingwerkzeuge, die deine Kunden garantiert emotional abholen

Für das emotionale Abholen deiner Kunden eignet sich eine Vielzahl spannender Techniken.

1. Storytelling

Rob Walker und Joshua Glenn („Significant Objects”) wagten ein Experiment. Sie wollten die Wichtigkeit von Storytelling in der Praxis testen. Dazu kauften sie auf Ebay günstig Produkte ein, um sie danach erheblich teurer zu verkaufen. 

Sie vertraten die Hypothese, dass emotional aufgeladene Produktbeschreibungen und Storytelling dem Produkt einen einzigartigen Mehrwert verleihen. So wandten sie genau diese Techniken an.

Letztendlich brachte dieses Projekt ihnen fast 8.000 USD ein. 

Wie kannst du Storytelling nun für dich nutzen? Ich zeige es dir.

  • Beginne Produktbeschreibungen, Salesmails oder Verkaufsseiten mit einer Anekdote.
  • Erzähle eine Geschichte zur Entstehung des zu bewerbenden Produktes.
  • Lade diese Anekdote emotional auf (dies zeige ich dir im nächsten Schritt).
  • Orientiere dich an der Grundstruktur einer Geschichte: Anfang, Höhepunkt, Ende.
  • Bleibe glaubwürdig und nutze nur Anekdoten, die zur Historie und Mission des Unternehmens passen. Eine Abweichung davon könnte dem Produkt, sowie dem Unternehmen langfristig schaden.
  • Baue die Werbebotschaft zwischen zwei Anekdoten ein. Dies könnte folgendermaßen aussehen:
  • 1
    Mit kleiner Anekdote beginnen - „Lange geriet ich an die falschen Männer. Ich meldete mich auf Online Portalen an, ging auf Dates. Doch nach wenigen Tagen meldeten sie sich nicht mehr. Oder sie eröffneten mir, dass sie nichts Festes möchten.”
  • 2
    Werbebotschaft und Kernaussage nennen - „Ich erkannte mithilfe einiger Coaches, dass ich mich zuerst selbst lieben sollte. Nur so kann ich von Männern erwarten, dass sie es auch tun.”
  • 3
    Mit Bezug auf die Anfangsanekdote mit einem Fazit schließen - „Diese Zeit zeigte mir, dass ich nur so den richtigen Mann in mein Leben ziehe. Alle anderen Männer werden so automatisch aussortiert. Dies hat funktioniert, denn heute schlendere ich händchenhaltended mit meinem Traummann über die Strandpromenade.”
2. Deinen Werbetext emotional aufladen

Erinnerst du dich an das Couchbeispiel? Diesen Textbeginn haben wir emotional enorm aufgeladen. Dies bedeutet, dass wir uns auf den Nutzen und die tiefgehenden, geheimen Wünsche der entsprechenden Zielgruppe fokussiert haben. 

Nachdem du diese Bedürfnisse ermittelt hast, möchten wir diese geschickt versprachlichen. So fühlen sich deine Kunden verstanden.

Diese Übung hilft hierzu sehr.

Nehmen wir als Beispiel eine Dame, die eine Beziehung sucht. Wir wissen, sie sucht ihren Traumpartner. Nutzt du als emotionalen Aufhänger, dass sie ihren Traumpartner findet, ist dies wenig aussagekräftig.

Was liegt hinter diesem Wunsch noch verborgen? Welche weiteren Bilder kannst du mit diesem Wunsch assoziieren?

  • Ein Bild eines verliebten Paares, das Hand in Hand an einem Cafétisch sitzt.
  • Der Wunsch nach prickelnder Leidenschaft und erfüllter Sexualität.
  • Die neidischen Blicke ihrer Freundinnen, die ihren Traumpartner anschmachten und wünschten, er sei ihrer.
  • Die tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und Sicherheit.
  • Ein Mann, für den sie die Frau für das Leben und nicht die Affäre ist.

Gehe nun jeden Punkt einzeln durch und versuche, noch detailliertere Bilder zu erstellen:

  • Ein Bild eines verliebten Paares, das Hand in Hand an einem Cafétisch sitzt, während er ihr liebevoll den Handrücken streichelt und ihr sagt, dass er noch nie so für eine Frau gefühlt hat.
  • Das Gesicht des Mannes, nachdem er keuchend in sein Kopfkissen fällt, sie erfreut anschaut und fragt: „Wo hast du denn das gelernt?”
  • Die neidischen Blicke ihrer Freundinnen, die ihren Traumpartner anschmachten und sich vorstellen, er sähe sie auch so verliebt an wie er sie.
  • Die Gewissheit, dass er sich regelmäßig (von sich aus) meldet, sie anruft, die Initiative ergreift.
  • Ein Mann, der sich sofort für sie entscheidet, ohne nur eine Sekunde zu zögern.

Bemerkst du den Unterschied? Nutze diese Bilder, in Kombination mit einer starken Wortwahl (siehe die Punkte zur Erstellung einer lockenden Headline).

Deine Kunden werden nicht nur schnell überzeugt sein, sie werden sogar deiner Handlungsaufforderung folgen. Sie können gar nicht genug von deinem Text bekommen und lesen gierig weiter.

Siehst du, funktioniert! 😉

3. Autorität und Vertrauen aufbauen

Lieber Leser, liebe Leserin, du hast nun eine knackige Headline. Ebenfalls einen emotionalen Einstieg in deinen Verkaufstext. Nun soll dein Kunde deine Autorität mit deinem Expertenstatus ernst nehmen.

Bediene dich auch hier gerne deines Werkzeugkastens, damit du Autorität aufbaust. Ein Coach wird beispielsweise als glaubwürdig wahrgenommen, wenn er die Ergebnisse seines eigenen Angebots selbst erzielt. 

Wie kannst du dich oder deinen Kunden als Experten positionieren? Mit:

  • deiner persönlichen Geschichte (und der Nutzung von etwas Storytelling) oder einer bestimmten Unternehmensproblematik, die gelöst wurde.
  • erfolgreichen Kundenprojekten.
  • aussagekräftigen Verkaufszahlen oder messabaren Erfolgen.
  • Testimonials glücklicher Kunden.
  • Kooperationen und Bildern mit Menschen, denen eine wichtige Rolle in der entsprechenden Branche zugeschrieben wird.
  • einem Alleinstellungsmerkmal, das dich spezifisch positioniert.

Nutze diese Elemente je nach Verkaufstext, um einen Expertenstatus zu untermauern. Dieser schafft Vertrauen in dich und in den Nutzen deines Produktes.

Ein Beispiel.

Expertenstatus aufbauen

„Seit über 7 Jahren zeige ich Unternehmen, wie sie Verkaufstexte schreiben, die für sie verkaufen. Dabei stütze ich mein Wissen auf einem Psychologiestudium und langjähriger Praxiserfahrung im Rahmen meiner Selbstständigkeit.”

4. Angebot präsentieren

Je nachdem, welche Art von Verkaufstext du schreibst, ist es von enormer Wichtigkeit, dein Angebot in Form von Nutzen zu beschreiben. Bitte lasse die faktische Produktbeschreibung hier außen vor. Du erinnerst dich an das Couchbeispiel. 🙂 


Doch was ist, wenn du ein Online-Produkt oder deine Angebotspalette als Selbstständiger beschreiben möchtest? 


Ein paar Beispiele. Du bemerkst den Unterschied, oder?

Eigenschaften vs. Nutzen

Falsch:

Digital Marketing Strategie


Richtig:

Digital Marketing Strategie, die Interessenten in Käufern umwandelt.

Eigenschaften vs. Nutzen

Falsch:

Das perfekte Online Dating Profil


Richtig:

Das perfekte Online Dating Profil, mit dem dein Posteingang heute schon vor hochkarätiger Frauennachrichten überquillt.

Eigenschaften vs. Nutzen

Falsch:

Gute Werbetexte schreiben


Richtig:

Erstelle Werbetexte, die in Sekundenschnelle für dich verkaufen.

5. Den rationalen Persönlichkeitsanteil ansprechen

Nun hast du deinen Kunden idealerweise emotional gebunden, deinen Expertenstatus gezeigt und dein Angebot präsentiert. Ein weiterer Aspekt ist ausschlaggebend, um einen wirkungsvollen Werbetext zu schreiben: Der rationale Persönlichkeitsanteil.

Menschen gehen ungern Risiken ein. In dieser Phase geht es also darum, deiner Zielgruppe Sicherheit zu vermitteln. Sicherheit vermittelst du, indem du die Risikofreiheit klar kommunizierst. Dies kann bei einem Kauf, einer Eintragung in den Newsletter oder bei Anmeldung zum Coaching geschehen.

Dies zeigst du mit:

  • Beweisen für den Erfolg deiner Lösung
  • Testimonials anderer Kunden
  • Kundenbewertungen auf diversen Plattformen
  • Ergebnisgarantien
  • Geld-Zurück-Garantien
  • Die fortlaufende Betonung auf „risikofrei”

6. Verknappung anwenden

Idealerweise ist deine Zielgruppe bereits so überzeugt von dir, dass sie bis hierhin liest. Nun bereiten wir sie auf eine Handlung vor, zu der wir sie führen möchten (ein Kauf, eine Anmeldung, etc.). Ein wirksamer Trigger ist die hier Anwendung von Verknappung.

Diese weckt sofort die Angst, etwas zu verpassen, und erhöht so den Kaufdruck. Weiterhin erregt es in Menschen Aufmerksamkeit, wenn sie etwas nicht sofort haben dürfen. Verknappung wendest du folgendermaßen an:

  • Limitierung des Angebots: Teilnehmerplätze, Stückzahlen oder Boni limitieren.

  • Preisliche Konsequenzen: Erhöhung des Preises.

  • Verlust exklusiver Boni.

Erfahrungsgemäß steigen die Verkaufszahlen immens, wenn Verknappung angewandt wird.

7. Handlungsaufforderung

Nachdem du deinen potenziellen Kunden nun auf den „Elfmeterpunkt” gebracht hast, führst du ihn zu deiner gewünschten Handlung.

Am Ende deines Werbetextes angekommen, benötigen Menschen im Allgemeinen eine klare Handlungsrichtung. Diese stellst du in Form eines „Call to action” bereit.

Wichtig dabei ist, nicht nur ein aussageloses „Klicke hier” zu schreiben. Du solltest auf die Handlung vorzubereiten.

Am besten funktioniert dies mit einem Einleitungstext. Idealerweise entspricht dieser einem der verborgenen Wünsche deiner Zielgruppe.

Ein Beispiel.

Wirksame Handlungsaufforderungen

„Klicke hier, damit du [verborgenes Bedürfnis] erhältst.”

„Sage ja, damit du morgen schon auf dein erstes Date gehst.”

„Klicke hier, damit du heute bereits mit dem Rauchen aufhörst.”

Fazit

Liebe Leserin, lieber Leser, wir sind nun am Ende unserer Anleitung angekommen. Zusammenfassend möchte ich erneut einige Aspekte betonen:

  • Einen Werbetext schreiben bedeutet, eine Lösung für das Problem, sowie den Kundennutzen zu verkaufen. Ein Werbetext verkauft nicht das Produkt selbst.
  • Die Reihenfolge der Abschnitte darfst du leicht variieren. Ein emotionales Abholen am Anfang ist jedoch von ungemeiner Wichtigkeit.
  • Deine Überschrift ist dein Werbetext für deinen Werbetext.
  • Ein erfolgreicher Werbetext benötigt genug Zeit und Hingabe.

In meinem Blogartikel „Die 15 Elemente erfolgreicher Verkaufstexte” erhältst du eine  Übersicht weiterer Bestandteile eines erfolgreichen Werbetextes. Lies dazu hier weiter…

Ich hoffe sehr, du konntest aus diesem Artikel wertvolle Informationen ziehen und kannst bereits bald deinen ersten Werbetext schreiben.

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder berichte mir von deinen Erfahrungen. 

Ich freue mich darauf, 

deine Désirée

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Effektives E-Mail Marketing: Wie du Leser in treue Kunden verwandelst - 3. April 2020 Reply

[…] Headline ist der Werbetext zu deinem Werbetext.”, sagte ich in meinem letzten Blogartikel. So ist es auch mit deinem […]

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